„San Riemo“ der Baugenossenschaft Kooperative Großstadt

Das ist das beste Haus Deutschlands!

Findet jedenfalls das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main. Dessen Jury hat dem Wohnhaus „San Riemo“ der Baugenossenschaft Kooperative Großstadt den DAM Preis 2022 verliehen. Erster Platz für die Messestadt bei rund 100 Bewerbern! Die Architekten führen eine große Zahl von Gründen an, die dieses Gebäude so außergewöhnlich machen.

Die Jury ist begeistert: „Höchst innovativ“ sei das Haus in der Elisabeth-Mann-Borgese-Straße, außerdem klug durchdacht, und es werde schon jetzt von den Bewohnern vollen Herzens angenommen. Vor allem loben die Preisrichter die überraschende türkisfarbene Straßenfront mit Wintergärten. Und die Raumstruktur, die unterschiedlichste Wohngrundrisse und Lebensweisen möglich mache.

Wohnen – ganz normal oder im Nukleus!

Das Haus besteht aus 27 Einheiten und wurde von der Architektengemeinschaft SUMMACUMFEMMER BÜRO JULIANE GREB aus Leipzig und Belgien geplant. Neben normalen Wohnungen und einigen Räumen für die gesamte Hausgemeinschaft findet auch so genanntes Nukleuswohnen statt.

Enge Zusammenarbeit mit Wagnis und Wogeno

Dabei steht jeder Partei ein Nukleus zur Verfügung, also ein privater Kernbereich. Die übrigen Flächen werden gemeinschaftlich genutzt oder von den Bewohnern, die sie gerade am dringendsten benötigen.

San Riemo ist das erste Wohnhausprojekt der Genossenschaft Kooperative Großstadt. Es entstand in enger Abstimmung mit den Genossenschaften Wagnis und Wogeno, die Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft errichteten.

Hans Häuser
 

So loben die Jurymitglieder:

„San Riemo (…) ist mehr als nur ein Ort zum Wohnen – hier entstehen Gemeinschaften und Zusammenleben.”
Kristina Egbers, Architektin

„San Riemo ist erfrischend anders als die Nachbargebäude. Die junge Genossenschaft kann stolz sein auf ihren Mut.”
Christiane Thalgott, frühere Münchner Stadtbaurätin

„Dass in München – ausgerechnet – ein Geschosswohnungsbau realisiert wurde, der Maßstäbe setzt in Hinblick auf räumliche Flexibilität, ist nicht nur preiswürdig, sondern hoffentlich auch zukunftsweisend!”
Katharina Matzig, Publizistin

„Veränderung ist eine Konstante des Lebens. Ob Wohnen oder Arbeiten, Wachsen oder Schrumpfen, Familie oder WG, hier ist alles möglich. Ein mutiges und spannendes Experiment: Der Realitätscheck hat begonnen.“ Christoph von Oefele, DAM-Preisträger 2021

Fotos: © DAM