
27.05.2026
Was wird gefeiert?
Das islamische Opferfest Eid al-Adha ist einer der höchsten Feiertage im Islam. Es soll an die Bereitschaft des Propheten Abraham erinnern, seinen Sohn Gott zu opfern. Gefeiert wird immer parallel zum Hadsch, der großen Pilgerfahrt nach Mekka. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft und Solidarität. Muslime weltweit feiern in ihren Moscheen und treffen sich in Familien, Gemeinden oder – wie hier bei uns im Viertel – in der Öffentlichkeit.
Was ist geplant, wann und wo?
Am Samstag und Sonntag, 30./31. Mai 2026 soll rund um den Kopfbau ein “Fest der Begegnung” stattfinden. An Essensständen können sich die Besucher mit Speisen und Getränken versorgen, ein Bühnenprogramm sorgt für Musik und Tanz. Auf einem Basar werden Mode, Schmuck, Dekorationsartikel, Kunsthandwerk, Bücher und Geschenkideen angeboten. Die Veranstaltung findet an beiden Tagen zwischen 12 und 19 Uhr statt.

Wieviele Besucher werden erwartet?
Die Organisatoren rechnen an beiden Tagen mit je rund 7.000 Teilnehmern. Vergangenes Jahr wurde das Münchner Opferfest im Luitpoldpark gefeiert, damals kamen ähnlich viele Menschen.
Ist mit Lärm und Staus zu rechnen?
Die Veranstalter erwarten, dass der Großteil der Besucher in den Nachmittagsstunden zum Fest kommen wird. Sie raten dazu, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder zu Fuß oder mit dem Fahrrad anzureisen, zumal es am Kopfbau ja auch kaum Parkplätze gibt. Dennoch könnte es auf den Zufahrtsstraßen in die Messestadt eng werden. Erfahrungsgemäß dürfte vor allem der Samstag problematisch werden, wenn auch noch viele Kunden die Riem Arcaden ansteuern. Lärmbelästigung erwarten die Eid-Organisatoren eher nicht. Auf Take Off!-Anfrage heißt es: Es werde keine laute Musik gespielt und nur vereinzelt gebe es Auftritte wie einen Kinderchor – aber auch das in keiner nennenswerten Lautstärke.
Wer sind die Organisatoren?
Zum einen der Muslimrat München. Er hat sich die Vernetzung der etwa 50 verschiedenen muslimischen Gemeinden in der Stadt zum Ziel gesetzt. Außerdem unterstützt er Moscheen, wirbt für Dialog zwischen den Religionen und kämpft gegen antimuslimische Diskriminierung.
http://www.muslimrat-muenchen.de
Zum anderen der Verein Muslims Connect (MuC). Er möchte ebenfalls die muslimische Community in der Stadt stärken, unter anderem mit Kommunikation in den Sozialen Medien. Auch er hat eine eigene Homepage eingerichtet: www.muslimsconnect.de
Können auch Nicht-Muslime mitfeiern?
Ja, das Fest versteht sich als offen für alle Münchnerinnen und Münchner. Deswegen versuche man auch jedes Jahr in einem anderen Stadtteil zu feiern.
Wo gibts weitere Infos?
Im Internet auf www.muenchenfeierteid.de
Hans Häuser